„Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab.“ (Weisheit 18,14)
Diese Worte aus dem Buch der Weisheit erinnern uns daran: Das Heil Gottes kommt nicht mit Lärm, Macht oder Gewalt, sondern in der Stille, im Verborgenen – und mitten hinein in eine Welt, die alles andere als heil wirkt.
Wenn wir heute auf das Weltgeschehen blicken – auf Kriege, Terror, Angst und Ungewissheit – fällt es schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Die Friedensbotschaft der Engel scheint leise geworden zu sein. Und doch feiern wir Jahr für Jahr, dass mit der Geburt Jesu ein Licht in diese Welt kam.
Romano Guardini schrieb: „In der Stille geschehen die großen Dinge ... wenn das Herz durch die Liebe berührt wird.“
Vielleicht ist genau das der Schlüssel: Nicht die Welt ändert sich sofort mit der Geburt Jesu – aber wir können uns ändern. Wenn wir das Licht Gottes in uns aufnehmen, kann es heller werden – in unserem Alltag, in unseren Familien, in unserer Kirche und Gesellschaft.
Advent und Weihnachten laden uns ein, still zu werden – damit wir wieder hören, spüren und hoffen können.
Und damit wir, im Kleinen, Boten des Friedens werden.
In diesem Sinn wünschen wir Ihnen und Euch allen eine gesegnete Adventszeit, ein friedvolles Weihnachtsfest und ein lichtvolles neues Jahr.
Ihre Leitungsgruppe im Pastoralen Raum
Kreuzau–Hürtgenwald–Heimbach–Nideggen