Am Beginn der Fastenzeit

Impuls Feb26 J. Boltersdorf (c) J. Boltersdorf
Datum:
Mi. 28. Jan. 2026
Von:
J. Boltersdorf

Liebe Leser und Leserinnen,

niemand soll zum Fasten überredet werden. Auch in der Fastenzeit nicht.
Aber vielleicht sollten wir einmal schauen, auf welchen Verzicht wir eigentlich Lust hätten? Vielleicht für eine gewisse Zeit lang um es einfach auszuprobieren. Um die eigenen Möglichkeiten auszutesten.
Manches behindert einen. Da stellt sich einem die Frage: Was kann ich weglassen? Was ist unnötig in meinem Leben und Alltag? Was macht mich unfrei? Was ist das Wesentliche? Gibt es etwas Wichtiges, das in der Fastenzeit wieder Platz nehmen darf? ... 

Zu Beginn der Fastenzeit sollen sie folgende Gedanken von Kurt Weigel begleiten. 

Am Beginn der Fastenzeit

„Erde bist du und zur Erde kehrst du zurück …“
Staub bist du - denke an deine Vergänglichkeit!
Erde bist du - denke an deine Berufung!

Die Erde ist der Boden zum Wachsen, Blühen und Fruchtbringen.
Wir haben einen Glauben, der die Erde liebt.

Wir haben einen Gott, der auf unsere Erde gekommen ist.
Gott traut mir zu, dass der Same, der in mich gelegt ist (in der Taufe/mit seinem Evangelium),
in meiner Erde - in mir- zu wachsen beginnt.

Der Bauer fährt über das Land und bricht die Erde mit seinem
Pflug auf, damit sich Verhärtetes löst,
damit das trockene Land Regen aufnimmt und die Kräfte der Erde geweckt werden.

Jetzt ist sie da, die Zeit des Aufbrechen!
Jetzt ist sie da, die Zeit des Wachsens!
Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade!


Ich wünsche Ihnen eine frohe Fastenzeit!

Ihr Diakon Josef Boltersdorf


PS: Schriftquelle: Autor: Kurt Weigel, Buchtitel: Es gibt Zeiten, da möchte ich auf einer Insel wohnen, 2003 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG, Münster ISBN 3-402-03422-0