Die Verehrung des heiligen Papstes Urban I. als Schutzpatron der Winzer ist in Winden seit 1672 urkundlich belegt; an der späteren Kapellenstelle befand sich bereits damals ein Bildstock zu seinen Ehren.
1871 wurde dort an der Kelterstraße am südlichen Ortsausgang von Winden die Urbanuskapelle errichtet und noch im selben Jahr geweiht.
Die Kapelle wurde im Laufe der Zeit mehrfach restauriert, zuletzt 1981 aufgrund ihres Alters und von Kriegsschäden. Dabei wurde die Statue des hl. Urban ins Innere versetzt, während die Außennische über dem Eingang ein schmiedeeisernes Kreuz mit Weinrebe erhielt.
Die von den Schwestern Rosa und Helene Schubert gestifteten Fenster zeigen Wein- und Glaubenssymbole: Das westliche Fenster trägt das Christuswort „Ich bin der Weinstock“, während das östliche Fenster einen dorfgeschichtlichen Bezug hat und die Wappen früherer Windener Weinbergbesitzer von 1300 bis 1911 zeigt. Entworfen wurden beide Fenster von dem Dürener Künstler Herb Schiffer und hergestellt von der Dürener Glasmalerei Fritz Komenda.
Weitere Arbeiten erfolgten bis heute teils auch in Eigenleistung. Dabei wurden die Kapelle und ihr Umfeld verschönert, zum Beispiel durch den Einbau von Bodenstrahlern für eine stimmungsvolle Beleuchtung in der Nacht, einen rollstuhlgerechten Eingang, die Aufstellung einer Parkbank vor der Kapelle sowie die Bestuhlung im Innenraum, die heute für eine einladende Atmosphäre sorgen; zudem wurde der Altar durch das Aufstellen verschiedener Figuren und christlicher Symbole würdevoll gestaltet.
H. Staack, H.P. Schiffer